S2 - Folge 9 - Nur wer sich ehrlich macht, hat was Positives zu erzählen
Es wird nicht langweilig. Trump lässt die Ukraine mal wieder fallen. Für einen Diesel-Deal, den er für so großartig hält wie alles, was er sich ausheckt. Derweil feiert Ex-Kanzler Schröder und heutige Kreml-Kasperl-Puppe Putins Geburtstag, während Friedrich Merz das tut, was er am besten kann: Außenpolitik mit klarer Haltung vor Ort in Kiew. Im Inneren bleibt Aufbruchstimmung Fehlanzeige. Bärbel Bas tritt zurück, die Reformen auf der Stelle und August Hanning vor Gericht. Während derweil die Ränder von Tax the Rich, Remigration und nationalistische Selbstbestimmung in Eurasien träumen.
Doch unser Gespräch beginnt in Bielefeld mit der Nacktmulle. Echt jetzt. Einem Tier von dem auch wir Menschen eine Menge lernen könnten, wenn wir wollten. Doch Lernen ist gerade nicht so unser Ding. Sorglosigkeit bei gleichzeitiger Sorge schon eher. Zwei schlechte Berater, wenn was nach vorne gehen soll: politisch, wirtschaftlich und sozial. Und so beherrschen Ideologien und Phantastereien das politische Parkett. Umverteilung baut keine Wohnungen, Hetze lockt keine Fachkräfte an, Moralismus fördert keine politische Debatte und Antisemitismus keinen sozialen Frieden. Ralph und ich sprechen darüber, dass ein Mindestmaß an Wahrheitsliebe die Grundvoraussetzung für eine funktionierende Demokratie ist. Weil nur, wer sich ehrlich macht, was Positives zu erzählen hat und Menschen dazu bewegen kann, was Gutes draus zu machen: aus ihrem Leben und unserem Land. Selbst dann, wenn der Landrover demnächst as China kommt.
Mal wieder ein Parforceritt durch die politischen Irrungen, Wirrungen und Möglichkeiten der liberalen Demokratien und sozialen Marktwirtschaft.
