Brauchen wir Leihmutteschaft und Anti-Baby-Pille? - MuFuPo Folge 18
1h 44m | Oct 7, 2026Die Leihmutterschafts-Affäre um Jens Spahn hat eine Debatte in Deutschland losgetreten. Das ganze Prozedere rund um die Leihmutterschaft und den damit verbundenen Wunsch nach einem eigenen, biologischen Kind ist hoch emotional und moralisch aufgeladen und hat damit auch eine politische Dimension. In Deutschland ist es Medizinern untersagt, eine Leihmutterschaft ärztlich zu begleiten, also Eizellen zu entnehmen, sie zu befruchten und anschließend in die Leihmutter einzusetzen. Ist die deutsche Regelung gerechtfertigt?
Unabhängig von der Bewertung dieser Frage finden Leihmutterschaften statt. Wie es im Fall von Jens Spahn war, gehen Interessenten ins Ausland, um dort eine Leihmutter zu finden. Eine Realität, mit der umgegangen werden muss – ganz egal, wie Leihmutterschaft moralisch bewertet wird.
Über dieses Thema hinaus besprechen Kris und Ludi weitere „Errungenschaften“ der Reproduktionsmedizin. Die Anti-Baby-Pille, einst als Symbol des feministischen Kampfes gefeiert, wird heute von vielen jungen Frauen abgelehnt. Warum, fragen sich die beiden.
Und ein weiterer Trend aus den USA schlägt in die gleiche Kerbe. Beim sogenannten „Social Freezing“ frieren junge Frauen ihre Eizellen ein, damit sie sich ungehindert ihrer Karriere widmen können. Der Kinderwunsch wird quasi aufgeschoben, und die eingefrorenen Eizellen werden dann Jahre später für eine mögliche Schwangerschaft wieder verwendet. In den USA ist das bereits gängige Praxis. Doch was steckt dahinter? Reproduktive Selbstbestimmung oder ein ausgeklügeltes kapitalistisches Marketingkonzept?
